• syria - 01 - 2003 © Heinz Cibulka

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  • Meisterwerke aus der Duerckheim Collection © Manfred Thumberger

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  • MUMIEN: Plakette mit Darstellung der Göttin Nut © Ägyptisches Museum Florenz

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  • Meisterwerke aus der Duerckheim Collection © Manfred Thumberger

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  • Slow 02 - 2002 © Heinz Cibulka

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M-Zone

"verSAMMELtes" - Aus der Arbeit von Dr. Karlheinz Klimt

25. Oktober 2011 bis 09. April 2012
 © Stadtgemeinde Mistelbach

Zur Ausstellung:
Dr. Karlheinz Klimt begleitete das Festival in den letzten16 Jahren mit seinen mechanischen Musikinstrumenten, mit seinen Kasperspielen und den beiden Abendprogrammen "So sprach zu Mistelbach Hans Sachs…" und das Puppenspiel vom "Dr. Faust".
In diesem Jahr nun stellt er seine Sammlung von Theaterfiguren der M-Zone zur Verfügung. Es ist Gesammeltes, das sich "versammelt" hat.
Mit den meisten der Figuren hat Dr. Klimt selbst gespielt, daher stehen sie auch in einer szenischen Umgebung. Ganz nahe sind ihm die Arbeiten von Carl Schröder und Frieder Simon. Beide verehrt er, von beiden lernte er. Beide gehören auch zu den Wegbereitern des Puppenspiels in der DDR. Schröder (1904 - 1997) spielte bis 1960, danach arbeitete er als Szenograph und Regisseur für verschiedene Theater. Vor allem legte er Wert auf das gesprochene Wort, das Theateranforderungen an ein kunstvolles Fabulieren und an eine deutliche Aussprache entsprechen musste. Seine Faust-Inszenierungen öffneten das Tor für einen Erwachsenenspielplan in den kommunalen Puppentheatern. Er benutzte die raumgreifende Stabfigur, wie sie nach 1945 durch das Moskauer Puppentheater im Ostblock bekannt wurde. Er minimalisierte jedoch ihre Technik und kam über eine abstraktere Figurengestaltung, einer größeren Typisierung zu einer höheren Ausdruckskraft. Oft setzte er auch Handpuppen ein. Seine Figuren waren aber wesentlich größer als jene der Hohnsteiner Schule oder als jene von Frieder Simon. Schröder hatte die Arme mit Hülsen versehen, sodass der Spieler mit seinen Fingern nur in den Oberarm der Figur schlüpfen musste.

Frieder Simon (geb.1936) orientierte sich vorrangig an Puppenspielen für Erwachsene. Für dieses polierte er alte, traditionelle Dramen des 18. und 19. Jahrhunderts mit dem bekannten Augenzwinkern von heute auf. Simon gehörte zu den wenigen Bewahrern des Kasperspiels in "lausigen Zeiten" - sprich in der DDR -, wie er selbst einmal sagte. Bei Karlheinz Klimt haben sich über die Jahre auch Sparbüchsen angesammelt. Nicht dass er die braucht, weil er glaubt, deutsche Banken seien unsicher. Nein, er hatte vor allem Spaß an den mechanischen Belohnungen, die nach einem Geldstückeinwurf erfolgen. Und natürlich wird ein solches Sammeln auch zum Selbstläufer und Bekannte, Freunde, Verwandte bringen dann ihre allerdings gelehrten Spardosen zu ihm. Auch von diesem Sammelsurium zeigt die Ausstellung etwas.
Karlheinz Klimt ist Stammgast der Mistelbacher Puppentheatertage. Aber nicht nur das. Er war auch gern gesehener Gast im Böhmischen Prater in Wien, zu Stadt- und Puppentheaterfesten in Innsbruck, Wels, Linz, Winklern usw. Für seine Bereicherung des kulturellen Lebens Wien erhielt er den "Silbernen Rathausmann" des Bürgermeisters der Stadt. Er fühlt sich wohl im Weinviertel, denn, wie er immer wieder sagt, durch seine Adern fließt ein rot-weiß-rotes Blut, da seine Eltern gebürtige Österreicher waren; er aber ein Böhme.

Der Klang seiner Drehorgeln und das Aufbrausen seiner Orchestrions gehörten über mehr als ein Jahrzehnt zum Bild der Mistelbacher Puppentheatertage. Heuer prägen seine Handpuppen, Stab- und Schattenspielfiguren, sowie die Marionetten in der M-Zone das Rahmenprogramm des Festivals. Nicht zu vergessen, natürlich wird sich dort während der Festivalzeit und hoffentlich nicht nur dann auch einiges bewegen, denn Dr. Klimt greift selbstverständlich zu seinen Puppen und zu seiner kleinen Drehorgel.

Gestaltung der Ausstellung KORA - Katja Koch und Olaf Randel aus Berlin

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